Martin-Luther-Kirche Nordstadt

Wer die Martin-Luther-Kirche betritt, ist erstaunt von ihrer Klarheit und Helligkeit. Ein Raum zum Durchatmen.

Schon seit 1907 gab es den Bezirk St. Andreas-Nord in der Nordstadt. Doch die Wirren der Zeit hatten bisher den Bau einer Kirche verhindert. Von 1.300 Menschen wird berichtet, die am 7. November 1954 in einem feierlichen Zug die Kirche ansteuerten. An diesem Tag wurde das Gotteshaus unter Beisein des damaligen Landesbischofs Dr. Hanns Lilje feierlich geweiht.

Taufstein und Kanzel sind Spenden zweier Steinmetzmeister der Gemeinde und standen vor der Kirchweihe bereits im Gemeindesaal.

Das Kruzifix über dem Altar stammt etwa aus der Zeit um 1460/70 – eine gotische Arbeit, wahrscheinlich aus einem Kloster des Obereichsfeldes. Es wurde der Gemeinde am 4. Mai 1951 aus dem Privatbesitz von Frau Bohland gestiftet.

Die 16 großen getönten Fenster geben der Kirche erfreulich viel Licht. Unterhalb der Empore erinnern 5 kleine Buntfenster an Martin Luther und seine engsten Mitarbeiter. Melanchton, Bugenhagen, Justus Jonas: diese Begleiter Luthers finden sich als Straßennamen in der unmittelbaren Umgebung der Kirche wieder.

Die 7 kleinen Buntglasfenster oberhalb des Altars stellen verschiedene christliche Symbole dar.

In der Glockenstube im Kirchturm hängen vier Glocken, geweiht in den Jahren 1953, 1962 und 1966. Sie tragen die Inschriften „LIEBE – Also hat Gott die Welt geliebt“, „GLAUBE – Unser Glaube ist der Sieg.“, „So spricht der Herr: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.“ (Taufglocke) und „HOFFNUNG: Gott ist unsre Zuflucht und Stärke.“ Die größte Glocke hat ein Gewicht von 927 Kilogramm. Die Stimmung der Glocken ist e‘, g‘, a‘, c‘. 

ML Altar
Altar Martin-Luther-Kirche / Bild: Jochen Grön 
ML Innenansicht
Blick durchs Kirchenschiff Martin-Luther-Kirche / Bild: Jochen Grön 
ML innen nach hinten
Osterkerze & Taufbecken Martin-Luther-Kirche / Bild: Jochen Grön 
ML Glocke
Glocke "Hoffnung" / Bild: Chris Hasemann